Anlässlich
seines 80. Geburtstags
Virgilio Bari
6. September 2009
Die Darstellung
des Menschenbildes ist für den in Turin lebenden Maler
ein zentrales künstlerisches Anliegen. Die Aquarelle und
Tempera-Arbeiten von Virgilio Bari wirken auf den ersten Blick
befremdlich. Die Gestaltung der menschlichen Figur hat Bari
häufig bis zur Simplizität vorangetrieben; dann begegnet
man sehr schlichten, sogar schon naiven Formen. In anderen
Arbeiten geht er konsequent weiter in Richtung völliger
Abstraktion. Es finden sich nur noch chiffrenähnliche
Erinnerungen an einen Körper. Oft schwingt das Pendel
in Virgilio Baris Bildern zum Konträren hinüber:
Fantasiereich zeigen sie den menschlichen Körper als erotisierendes
Medium, der sich auch sexuell artikuliert. In seinen Werken
scheint Virgilio Bari immer wieder mit großem malerischen
Temperament eine vitale farbliche Bewegtheit auszuleben. Dennoch
bleibt am Ende vieles nur als eine verschlüsselte Botschaft
bestehen.
(...) Bari
ist ein Multitalent, zu dessen Werken Bilder genauso zählen
wie Plastiken, Schmuck und Emailarbeiten. 1955 gründete
er die renommierte Emailkunst-Werlsatt „del Campo“ in
Turin.
Rudolf Wesner/Axel Hein |